Arduino-Tutorial Teil 1: Einstieg

Ein Arduino-Uno, auf dem eine orangefarbenen LED blinkt

Arduinos sind kleine Platinen, die die Anschlüsse eines Mikrocontrollers (ein kleiner Rechenchip) per USB-Anschluss oder GPIO (Reihe auf einer Platine mit vielen Kontakten, an denen z.B. LEDs angeschlossen werden können) nach außen zugänglich machen. Sie sind klein, günstig und benötigen wenig Strom, weshalb sie unter Bastlern sehr beliebt sind und sich eine große Community gebildet hat. Aufgrund des kommerziellen Erfolgs existieren zahlreiche Nachbauten, die günstiger sind und meistens gut funktionieren, doch für den Einstieg empfiehlt sich ein Original.
Für die ersten Versuche eignet sich besonders der Arduino Uno. Er ist zwar schon älter und recht schwach, doch reicht er für sehr viel aus und hat sich bewährt. Außerdem kann man dazu viel Hilfe im Internet finden.

Programmiert werden die Arduinos mit der Arduino IDE, es gibt Versionen für Windows, Mac OS und Linux. Herunterladen kann man die jeweils passende Installationsdatei hier: https://www.arduino.cc/en/software. Nachdem man ein Betriebssystem ausgewählt hat, wird man gefragt, ob man Geld spenden will, diese Frage kann aber auch ablehnen und der Download beginnt.

Installation unter Windows

Unter Windows führt man die .exe-Datei nun aus. Als erstes bestätigt man, dass die App „Änderungen an ihrem Gerät“ vornehmen darf. Dann muss man die Lizenzbedingungen akzeptieren.

Ein Fenster im Installationsprogramm der Arduino-IDE unter Windows: Zustimmung zu Lizenzvereinbarung

Die Standardwerte für die Installationsoptionen sind sinnvoll gewählt, insbesondere der USB-Treiber ist wichtig. (Wenn man einen Arduinonachbau verwendet, muss man hier noch einen weiteren Treiber nachinstallieren, für erste Experimente empfiehlt sich daher ein Original).

Ein Fenster im Installationsprogramm der Arduino-IDE unter Windows: Abfrage, welche Treiber installiert werden sollen

Der Installer schlägt einen Ordner für die Installation vor, in den meisten Fällen ist die Vorauswahl gut.

Ein Fenster im Installationsprogramm der Arduino-IDE unter Windows: Wahl des Installationsortes

Dann kann die Installation abgeschlossen werden.

Ein Fenster im Installationsprogramm der Arduino-IDE unter Windows: Die Installation ist abgeschlossen

Möglicherweise meldet sich beim ersten Öffnen die Windows Defender Firewall, dabei sollten diese Einstellungen gemacht werden:

Ein aufgeplopptes Fenster der Windows-Firewall: Die Option "Private Netzwerke" sollte aktiviert werden, die Option "Öffentliche Netzwerke" kann man deaktiviert lassen

Installation unter Linux

Unter Linux empfiehlt es sich, die Arduino IDE nicht aus den Paketquellen zu installieren, da diese häufig nur veraltete Versionen enthalten. Stattdessen lädt man das Programm über die Downloadseite von Arduino herunter. „Linux 64 bits“ ist für die meisten PCs die richtige Auswahl. Anschließend entpackt man die heruntergeladene .zip-Datei, wechselt in den entpackten Ordner, macht die Datei arduino ausführbar (sudo chmod a+x arduino) und startet diese dann immer über die Kommandozeile (./arduino).

Eine Linux-Kommandozeile: Der Nutzer befindet sich im Verzeichnis der heruntergeladenen und entpackten Arduino-IDE und führ die Kommandos "sudo chmod a+x arduino" und anschließend "./arduino" aus

Erstes Programm

Nun verbindet man den Arduino mit einem USB-Kabel mit dem PC und stellt unter Werkzeuge/Board/ Arduino Uno ein. Bei Port stellt man unter Windows den einzigen zur Verfügung stehende COM-Port ein, unter Linux den Port /dev/ttyACM0.

Wenn man nun testen will, ob alles funktioniert, kann man das Beispiel Blink nutzen, man erreicht es über Datei/Beispiele/01.Basics/Blink.
Jetzt drückt man auf Hochladen.

Ein Ausschnitt aus dem Fenster der Arduino-IDE: Der Knopf zum Hochladen des Codes auf den Arduino soll ausgewählt werden

Wenn alles funktioniert, sollte jetzt eine orangefarbene LED auf dem Arduino blinken.

Ein Arduino-Uno, auf dem eine orangefarbenen LED blinkt